Searching Eva

Searching Eva

Nach dem Ausleihen steht der Film 48 Stunden lang zum Ansehen bereit.

Sprache EN, DE, IT
Untertitel DE, EN, FR, ES
Land Deutschland
Jahr 2019
Regie Pia Hellenthal
Mit Eva Collé
Produktion Corso Film (Stuttgart + Köln)
Länge 84 Minuten
Altersempfehlung Film 16 Jahre

Wer Eva wirklich ist, weiß das Publikum nach 85 Minuten genauso wenig, wie es Eva zu interessieren scheint diese Frage zu beantworten. Dabei sind die filmischen Hinweise vielfältig: Instagrammer*in, Sexarbeiter*in, Frau, Mann, Lesbe, nicht-binär, Ex-Pat, Heimatlose*r, Selbstdarsteller*in. 

Regisseurin Pia Hellenthal arbeitet mit der Idee des Hybrids und übersetzt sie kongenial in ihre filmische Arbeit. Ihr Debüt ist kein klarer Dokumentarfilm - viel zu offensichtlich und ausgestellt sind die Inszenierungen für die Kamera. Ihr Film ist aber auch kein Spielfilm - viel zu nah und ungestellt wirkt Vieles, wenngleich nicht alles. Die Fragen nach dem Wer, dem Was und dem Wie gehen hier eine ungewohnte Symbiose ein, wenn wir Eva bei der Arbeit, bei der Wohnungssuche, bei der Familie, beim Drogennehmen, in Italien, in Berlin, in Hotelzimmern und als Adressatin in den Kommentarspalten ihrer Posts erleben. Soziale und geschlechtliche Verunsicherungen übersetzt Hellenthal immer wieder in ein stilistisches Puzzle, von dem man nie wissen kann, wie ernst es der Regisseurin mit der lästigen Frage nach der Wahrheit eigentlich ist. Zurück bleiben Eva und eine faszinierende Reise durch Länder und Identitäten, deren Ziel Suche und Ungewissheit bleiben.

Bild © Janis Mazuch, CORSO Film

Nach dem Ausleihen steht der Film 48 Stunden lang zum Ansehen bereit.