Dicke Mädchen

Dicke Mädchen

Nach dem Ausleihen steht der Film 48 Stunden lang zum Ansehen bereit.

Sprache DE
Untertitel DE, EN, FR, ES, PT, IT
Land Deutschland
Jahr 2011
Regie Axel Ranisch
Mit Ruth Bickelhaupt, Heiko Pinkowski, Peter Trabner, Paul Pinkowski
Produktion Sehr Gute Filme (Berlin)
Länge 76 Minuten
Altersempfehlung Film 12 Jahre

Ja, man kann mit weniger als 600 Euro einen Film machen, und der kann auch toll werden. Axel Ranisch, ein Schüler Rosa von Praunheims, macht es mit Dicke Mädchen vor, holt seine Oma vor die Kamera, dreht in ihrer Wohnung, lässt improvisieren, schnell drehen und sich nicht von professionell ausgeleuchteten Sets oder Filmförderanträgen irritieren. Das Resultat ist roh und berührend und gibt den Startschuss für eine ganze Bewegung deutscher Filmschaffender, die mal mehr, mal weniger streng ihren eigenen Manifesten gehorchen. „German Mumblecore“, eine eigentlich unpassende Beschreibung der Welle, wurde im Jahre 2012 mit dem Film Dicke Mädchen geboren. Plattenbau, Berlin: Edeltraut ist alt und hat Demenz. Ihr Sohn Sven kümmert sich um sie. Wenn Sven arbeiten muss, kommt Daniel, ein Pfleger. Sven und Daniel sind in den Vierzigern, dick und verlieben sich ganz vorsichtig ineinander. Mehr muss man eigentlich nicht wissen, denn der Rest des Films ist eine Mischung aus Liebe, Charme und Mut. Mut einfach drauf loszudrehen: Mini-DV, super Idee, scheiß auf den Rest. Liebe: Zu einer wunderbar ungewöhnlichen gewöhnlichen Geschichte, zu dicken Männern, die noch nie so schön und hemmungslos im deutschen Film gezeigt wurden. Charme: Ranischs Oma Ruth Bickelhaupt, die hier mit 85 Jahren ihr bezauberndes Film-Debüt gibt und seitdem schönerweise in zahlreichen deutschen Filmproduktionen zu sehen ist.

Bild © missingFilms

Nach dem Ausleihen steht der Film 48 Stunden lang zum Ansehen bereit.